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SG Jura 05/Undorf/Freier TuS - SV Sünching 2:3

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SG Jura 05/Undorf/Freier TuS - SV Sünching 2:3 (2:0)

Schwere Verletzung überschattet völlig unnötige Heimniederlage

Am heutigen Mittwoch mußten wir mit unserer A-Jugend zum Nachholspiel gegen den SV Sünching antreten, dem Tabellennachbarn, der nach dem 1:4 in Wiesent einiges gut zu machen hatte. Daß wir vor knapp 2 Wochen bereit waren, das Spiel noch 5 Stunden vor dem Anpfiff zu verlegen, da der Gegner 3 kurzfristige Krankheitsfälle zu beklagen hatte, war wohl auch nicht selbstverständlich. Unsere Truppe mußte nach dem harterkämpften Punkt bei den aufstrebenden Dietfurtern wohl auch wieder einen Zahn zulegen, um gegen den als spielstark bekannten Gegner zu bestehen.Wir begannen sehr konzentriert und hatten bereits in der 5. Minute eine Riesen-Chance, als Paul Richter den Keeper umkurvte, aber zu schwach schoß, so daß noch ein Abwehrspieler klären konnte. Bereits 2 Minuten später war es wieder Paul, der nach schöner Hereingabe von links die Kugel aus nur 5 Metern freistehend über den Kasten drosch. Wiederum nur 2 Minuten später war es Andi Richnowski, der durchgebrochen war, aber aus rund 8 Metern am Gästekeeper scheiterte, der den Ball noch an die Latte lenkte. Zu diesem Zeitpunkt hätten sich die Gäste nicht beschweren können, wenn wir 3:0 geführt hätten.Wir kontrollierten weiterhin Ball und Gegner, standen hinten gut und gewannen auch die Mehrzahl der Zweikämpfe. Bis in der 33. Minute das Spiel einen dramatischen Zwischenfall erleben sollte. Markus Promberger hatte seinen Gegner leicht gefoult und dieser prallte daraufhin im Kniebereich mit ihm zusammen. Markus blieb unter starken Schmerzen liegen und mußte mit der Trage vom Platz gebracht werden. Sofort wurde der Notarzt verständigt, den ihn im Kabinengang versorgte. Nach einer mehrminütigen Verzögerung wurde das Spiel dann fortgesetzt und unsere Elf schien noch geschockt, der Gegner kam plötzlich besser ins Spiel und erzielte in der 37. Minute ein Tor, das aber zurecht wegen Abseits vom bis dahin gut leitenden Schiri Albert Bayerl aus Hörmannsdorf nicht gegeben wurde. Als sich die Mannschaft wieder fing, wurde in der 45. Minute wieder eine gute Gelegenheit vergeben, als mehrere Spieler im Strafraum an der vielbeinigen Abwehr des Gastes scheiterten.Aber kurz darauf war es dann der eingewechselte Maxi Dorfner, der nach schönem Zuspiel von Andi Richnowski das 2:0 erzielte. Nur eine Minute später war es dann Paul Richter, der mit einem Kopfball noch eine gute Chance vergab. Mit diesem für die Gäste sehr schmeichelhaften 2:0 ging es in die Kabinen, trotz der Führung war die Stimmung sehr schlecht, da Markus Promberger neben uns im Kabinengang vom Notarzt behandelt wurde. Die mir zu später Stunde mitgeteilte Diagnose lautet Oberschenkelbruch im Kniebereich, er mußte sofort operiert werden, wie wünschen ihm an dieser Stelle bestmögliche Genesung und hoffen, daß er so schnell, wie möglich, wieder auf die Beine kommt.Unsere Elf schien sich von diesem Schock nicht mehr zu erholen, undi Aschenneller bekam in der 51. Minute die einzige gelbe Karte des Spiels und in der 55. Minute erzielte der Gast mit einem haltbaren Schuß aus gut 30 Metern den Anschlußtreffer. In Minute 58 kamen dann nach langer Verletzungspause Tobi Mierzwa und Johannes Meier ins Spiel und in der 61. Minute übersah der nun stark abbauende Schiri ein Foulspiel an einem unserer Abwehrspieler, wertete aber dann seine Handbewegung als unnatürlich und gab einen Elfmeter, den der gegnerische Spielmacher eiskalt verwandelte, damit war der Spielverlauf sicher auf den Kopf gestellt.Während der Gegner nun besser ins Spiel kam, wir aber auch unsere Grundordnung nicht mehr hielten, plätscherte das Spiel dahin und unsere Defensiv-Reihe klärte mehrmals in höchster Not. Nachdem wir aber doch wieder zu Chancen kamen, die überhastet vergeben oder vom Gäste-Keeper vereitelt wurden, kamen die Gäste in der 85. Minute nach einem Konter, als unser komplettes Mittelfeld kurzzeitig nicht mehr nach hinten arbeitete, sogar zur Führung. Wir zogen dann die Zügel nochmal an, hatten auch noch mehrere gute Chancen, zielten dabei aber permanent neben das Tor, so daß der Gast, bei dem sogar noch ein Spieler in sehr unfairer Manier ungestraft den Ball weit wegschlagen durfte, zu einem Auswärtssieg kam, den er in erster Linie unserer Schlafmützigkeit nach der Pause, sicher auch bedingt durch den Schock der schweren Verletzung von Markus Promberger, zu verdanken hatte. Daß an einem solch traurigen Tag, den ein 18jähriger, junger Mann wohl erst in einigen Monaten verdaut haben wird, Töne aus der Gäste-Kabine kommen wie "Jura ist immer wieder schön", ist wohl mehr als geschmacklos.


Fazit: Die Mannschaft hat es wieder einmal nicht verstanden, die zahlreichen Chancen zu nutzen und hat sich so selbst um den verdienten Lohn gebracht. Daß manche Spieler auch erst kurz vor dem Treffpunkt bemerken, daß sie ein Problem mit der Anfahrt haben und hier starke organisatorische Defizite aufweisen, spricht Bände. Auch die Verletzungspause von Markus Promberger kann hier nur teilweise für nach dem Wechsel unkonzentrierte Spielweise herhalten. Wir waren bis zum Spiel bei der Donauebene auf einem sehr guten Weg, leider sind nun etliche Spieler nicht kritikfähig und sehen ihre Fehler nicht ein, vor allem, wenn sie während des Spiels darauf hingewiesen werden. Jeder muß sich selbst an die eigene Nase fassen und nicht wie eine Mimose nur die Schuld an einer Niederlage immer überall, nur nicht bei sich selbst, suchen. Wer im Fußball weiterkommen will, muß auch bereit sein, sich weiterentwickeln zu lassen. Am Freitag gegen die starken Karether bekommt die Mannschaft die Chance auf Wiedergutmachung, wer diese nicht nutzt, muß damit rechnen, daß er langfristig ganz schlechte Karten hat und vor allem bei unsportlichem Verhalten gegenüber Trainer und Kameraden nur schwer wieder in die Mannschaft kommt, egal, welches Talent er grundsätzlich hat. Auch die Geduld eines Trainers hat irgendwann Grenzen.


Aufstellung: Tsakpinis Alex, Promberger, Ferstl, Gueye, Stang, Wittmann, Richnowski, Schäfferer, Richter, Hell, Aschenneller, Meier, Termer, Mierzwa, Dorfner

Tore: Richter, Dorfner


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